Kultur im Hospiz: Lyrikabend zugunsten des Hospiz St. Thomas

25. Juni 2018

Dernbach. Gedichte von Hilde Domin am 4. Juli 2018 um 19 Uhr im Hospiz St. Thomas

Ihre Sprache bewegt noch immer. Hilde Domin zählt zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kultur im Hospiz“ werden Teile ihrer Werke am Mittwoch, dem 4. Juli 2018 um 19 Uhr im Seminarraum des Hospiz St. Thomas von Schwester M. Simone Weber ADJC vorgetragen. Der Eintritt ist frei, um Spenden, die dem Hospiz St. Thomas in Dernbach zugutekommen, wird gebeten. 

 

Für Lyrikinteressierte ist der Abend mit den Werken von Hilde Domin ein Genuss – aber auch Menschen, die eine kurze Auszeit vom Vor-Urlaubsstress suchen, können dort zur Ruhe kommen. 

Hilde Domin gilt als „Dichterin der Rückkehr“. In ihren Werken befasst sie sich mit dem Verlust essentieller Lebensinhalte sowie dem Gewinn von etwas Neuem. Als deutsch-jüdische Frau ist sie kurz vor der Machtergreifung Adolf Hitlers ins Exil nach Italien gegangen, ein Exil auf Probe. Aus dem "Exil auf Probe" wurde eine zweiundzwanzig Jahre andauernde Odyssee, die sie nach England, in die Vereinigten Staaten, Spanien und schließlich in die Dominikanische Republik führte. Der Aufenthalt in diesem Land bedingte, dass Hilde Palm sich den Künstlernamen Hilde Domin gab. Unter diesem Namen ist sie als Dichterin bekannt geworden. 

Mit einem unerschütterlichen Glauben an die Menschheit, an Frieden und Gerechtigkeit verleiht sie ihren Werken eine besondere persönliche Intensität. „Hilde Domin ist eine bemerkenswerte Frau“, erzählt Schwester M. Simone Weber ADJC. „Ihre Lyrik war in manchen Phasen ihres Lebens eine Überlebensstrategie. Sie schrieb einmal: „Schreiben ist für mich wie Atmen: Man stirbt, wenn man es lässt.““

Schwester M. Simone Weber ADJC hat eine besondere Vorliebe für Lyrik. Seit mehr als 50 Jahren schreibt sie selbst Gedichte und organisiert regelmäßig für den Fachbereich Palliativ der Katharina Kasper Akademie Lyrikabende: „Lyrik ist für mich etwas Besonderes. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes „dichte Sprache“, die sich in dem Einzelnen unterschiedlich entfaltet“, beschreibt sie ihre Faszination. 



Hospiz St. Thomas

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